65. JAHRESTAG der WEIHE DER PFARRKIRCHE

Bilderausstellung zum Kirchenbau und zur Kirchweihe

Am 6. / 7. Mai 1961 wurde der Erweiterungsbau der Pfarrkirche St. Andreas in Eitensheim vom Bischof Dr. Josef Schröffer eingeweiht. Anlässlich des 65. Jahrestags der Kirchweihe hat der Heimatverein auf Wunsch des Pfarrers eine historische Bilderausstellung in der Pfarrkirche präsentiert.

Auf drei Stellwänden wurden 44 Bildtafeln mit folgendem Inhalt gezeigt:

  • Dokumentation zur Baugeschichte der Pfarrkirche von 1182 bis heute
  • Bilder von der alten Pfarrkirche (außen und innen) vor 1959
  • Bilder von der Bauphase zur Erweiterung der alten Kirche von 1959 bis 1961
  • Zeremonie der Kirchweihe im Wandel
  • Bilder von der feierlichen Einweihung der Pfarrkirche am 6. / 7. Mai 1961
  • Teilabbruch der Orgelempore in 1982

Die für die Ausstellung verwendeten 44 Bilder wurden der im Jahre 2007 vom ehemaligen Schulleiter Andreas Knörr überlassenen Diasammlung entnommen.

Mit einem Festgottesdienst am 10. Mai, der von Diözesanadministrator Alfred Rottler gemeinsam mit Pfarrer Simon Heindl zelebriert wurde, blickte die Pfarrgemeinde Eitensheim auf das Ereignis der Kirchweihe vor 65 Jahren zurück. Die historische Ausstellung des Heimatvereins, die vier Wochen zu sehen war, hat dies bildhaft ergänzt.

In seiner Predigt wies Diözesanadministrator Alfred Rottler darauf hin, dass gemäß der Aussage Jesu „Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“ die Christen für ihre Gottesdienste an keinem bestimmten Ort gebunden seien; sie können sich überall versammeln, um zu beten, das Wort Gottes aus der Bibel zu hören und die Eucharistie zu feiern. Die erste Zusammenkunft der Christen war in Privathäusern. Erst seit dem 3. Jahrhundert ist es üblich, zur Versammlung in einem bestimmten Gebäude, der Kirche, zusammenzukommen. Seit dem 4. Jahrhundert ist es üblich, eine Kirche in feierlicher Form ihrer Nutzung zu übergeben.

Rottler sagte auch: „Die Kirche besteht mehr als aus einem Gebäude. Die Kirche besteht aus lebendigen Steinen.“ Damit nahm er auf ein zentrales neutestamentliches Bild Bezug, das die christliche Gemeinde als lebendige Gemeinschaft statt als bloßes Gebäude definiert. Gläubige sind dabei die individuellen „Steine“, die durch Jesus Christus (den Eckstein) zu einem geistlichen Haus verbunden werden, um gemeinsam Kirche zu gestalten. Die Kirche ist kein totes Gebäude, sondern bleibt durch das Leben, Engagement und den Glauben der Gläubigen dynamisch und lebendig.

Rottler erinnerte auch daran, dass beim Erweiterungsbau vor 65 Jahren zahlreiche engagierte Helferinnen und Helfer mit anpackten, wie auf den Bildern zu sehen ist, und so ein Gotteshaus entstand, das bis heute nicht nur ein Ort des Glaubens, sondern auch ein Ort der Gemeinschaft und der Heimat ist.