BERLIN IST EINE REISE WERT

Politische Bildungsfahrt nach Berlin

Nach acht Jahren Wartezeit – u.a. auch coronabedingt – war es endlich so weit.

15 Mitglieder des Heimatvereins waren im Juni auf Einladung von MdB Dr. Reinhard Brandl auf einer 4-tägigen politischen Bildungsfahrt in Berlin.

Das Presse- und Informationsamt der Bunderegierung hatte die Busreise in die Hauptstadt organisiert und durchgeführt, um den Teilnehmern das Zusammenwirken der wichtigsten politischen Institutionen und einen Einblick in das politische Berlin zu vermitteln. Denn Demokratie lebt von Transparenz – dazu bieten politische Bildungsfahrten eine Gelegenheit, Politik hautnah zu erleben.

Besucht wurden das Reichstagsgebäude und der Plenarsaal des Deutschen Bundestags. Ein Vortrag auf der Besuchertribüne des Plenarsaals vermittelte die Aufgaben, Arbeiten und Zusammensetzung des Parlaments. Eine kurze Darstellung zur Geschichte und Architektur des Reichstagsgebäudes schloss sich an.

Im Anschluss folgte die Besichtigung der beeindruckenden Reichstagskuppel, an deren Innenseite sich zwei spiralförmig angelegte Wege bis zur Aussichtsplattform in die Höhe und wieder hinunter zur Dachterrasse mit einer Länge von 230 m winden.

Ein Besuch der Bayerischen Landesvertretung, des Bundesministeriums der Verteidigung und des im Jahre 2001 fertiggestellten Bundeskanzleramts mit jeweiligen Informationsgesprächen waren ebenfalls hochinteressante Programmpunkte.

Herr MDB Dr. Reinhard Brandl, unser Wahlkreisabgeordnete, weilte zu dieser Zeit nicht in Berlin. Deshalb wurden wir von Fr. Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt der BRD, im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestags empfangen. Sie gab einen kurzen Einblick in ihren Tagesablauf und ihr Geschäftsfeld.

Der Besuch der Dauerausstellung „Tränenpalast“ in der ehemaligen Ausreisehalle von der DDR am Bahnhof Friedrichstraße stimmte sehr nachdenklich. Der Tränenpalast ist heute eine Gedenkstätte und Dauerausstellung, die den Alltag in der ehemaligen DDR und die deutsche Teilung dokumentiert. Die sehenswerte und ergreifende Ausstellung „Ort der deutschen Teilung“ zeigt wie es zur Gründung der zwei deutschen Staaten und zum Bau der Berliner Mauer kam, wie die Zoll- und Passkontrollen im Tränenpalast und die Überwachung am Grenzübergang funktionierten. Am 9. November 1989 fiel die Mauer, die ab 1961 Berlin in Ost und West teilte. 35 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung konnte man im Tränenpalast auf Spurensuche gehen.

Einige touristische Bus-Rundfahrten, der Besuch des renommierten KaDeWe (Kaufhaus des Westens) und eine Schiffsrundfahrt auf der Spree rundeten das Programm mit vielen Eindrücken ab.