VEREINSJUBILÄUM – 30 JAHRE HEIMATVEREIN

Viel geboten beim zweitägigen Museumsfest

Nachdem das 25-jährige Bestehen des Vereins im Jahre 2020 in die Corona-Zeit fiel – verbunden mit Kontaktverboten und Ausgangsbeschränkungen sowie dem Verbot von Veranstaltungen und Versammlungen – feierte der Heimatverein im Juli nun gemeinsam mit den Eitensheimer Bürgerinnen und Bürgern und örtlichen Vereinen sein 30-jähriges Jubiläum. Rund 700 Gäste waren gekommen.

Der Samstag begann mit einem Standkonzert mit den „Gaudinockerl“ am Kirchplatz. Danach folgte ein Festzug zum Heimatmuseum mit einem anschließenden gemütlichen Festabend mit den „Gaudinockerl“ und der Band „Kellertreff“.

Nach den Ansprachen des Festleiters Willi Schneider – er zeigte die vielfältigen Aktivitäten des Heimatvereins auf – und des Schirmherrn Andreas Rabl – er ließ die Entstehung des Vereins Revue passieren und stellte die Verdienste der bisherigen fünf Vorsitzenden heraus – sowie des Bürgermeisters Manfred Diepold – er würdigte das Engagement des Vereins und dankte dem Heimatverein und den vielen ehrenamtlichen Helfern – wurden 12 Gründungsmitglieder für ihre langjährige Vereinstreue geehrt.

Im Anschluss verlieh Bürgermeister Manfred Diepold die Bürgermedaille der Gemeinde in Bronze für 15 Jahre als Vorsitzender an Willi Schneider sowie jeweils die Gemeindenadel in Gold für 25 Jahre ehrenamtlichen Dienst an den Schriftführer Reinhard Schober und den Kassier Josef Schober.

Der Festsonntag begann mit einem von Pfarrer Anton Schatz zelebrierten Festgottesdienst mit Beteiligung der örtlichen Vereine. In der Begrüßung sagte Pfarrer Schatz: „Heimat ist mehr als nur ein Ort oder eine Landschaft. Heimat hat immer etwas zu tun mit lebendiger Beziehung und innerer Verwurzelung. Auch der Gottesdienst ist ein Stück Heimat; ein Ausdruck der Verwurzelung mit dem Schöpfer des Lebens.“

Der anschließende Festzug zum Heimatmuseum wurde von der „Eitensheimer Blaskapelle“ angeführt, die danach beim Frühschoppen aufspielten. Landrat Alexander Anetsberger wies in seinem Grußwort darauf hin, dass die Erhaltung und Pflege des Kulturgutes der Gemeinde eine wichtige Aufgabe sei und lobte das Engagement des Vereins.

Unter dem Motto „Aktionstag für Groß und Klein“ erwartete die Besucherinnen und Besucher am Nachmittag ein abwechslungsreiches Programm. Beim Weben, Herstellen von Nudeln, Brotbacken, Dengeln, Schnitzen und Drischel-Dreschen wie zu Zeiten der Großeltern konnten sich im Heimatmuseum nicht nur Kinder und ihre Eltern aktiv beteiligen. Der Heimatverein präsentierte beim Museumsfest allen Besuchern viel Interessantes aus dem hauswirtschaftlichen und handwerklichen Bereich und gab einen Einblick ins Leben und Arbeiten in früherer Zeit. Darüber hinaus konnten die Gäste im Rahmen von Mitmachaktionen an den alten Geräten selbst Hand anlegen. Die Devise beim Museumsfest lautete: „Berühren erlaubt“.

Kinder konnten sich auch beim Stelzenlauf versuchen oder in der Hüpfburg austoben. Wer Interesse an der Herstellung einer Goaßl hatte, konnte zwei Experten über die Schulter schauen. Beim Feuermachen oder beim Bohren in einen Stein mit Hilfsmitteln von vor mehr als 3.000 Jahren kamen viele mit Begeisterung engagierte Kinder ins Schwitzen.

Eine schweißtreibende Angelegenheit war auch die Teilnahme an der „1. Eitensheimer Meisterschaft im Wettsägen“, die für viel Spaß sorgte. Den 1. Platz von insgesamt 18 Kandidaten-Paaren belegten Willi Schneider und Rudi Wecker.

Für Oldtimer-Freunde war eine Ausstellung alter Traktoren geboten. Für Stimmung sorgte die „Eckbanklmusi“.

Viele fleißige Helfer/innen waren beim Getränke-Ausschank, beim Kaffee- und Kuchenverkauf, beim Grill- und Käsestand, bei den Mitmach-Aktionen sowie bereits beim Auf- und Abbau im Einsatz. Sie haben zum Gelingen des Museumsfestes beigetragen.

Am folgenden Montag hat der Heimatverein noch den Seniorennachmittag der Gemeinde ausgerichtet, zu dem mehr als 180 Gäste begrüßt werden konnten.

Fest am Samstag

Fest am Sonntag